Über den Film
US/GB/PL 2023, mit Sandra Hüller, Christian Friedel, Freya Kreutzkam u.a.
Regie: Jonathan Glazer
Dauer: 105 Min.
Mit der Pogromnacht im November 1938 begann das, was seit der Wannseekonferenz 1942 als „Endlösung der Judenfrage“ von den Nazis beschönigend umschrieben wurde – die Vernichtung der europäischen Juden. Die Sperrzonen im Umkreis der Vernichtungslager wurden „Interessengebiete“ genannt. In so einer „Zone of Interest“ lebt der Lagerkommandant Rudolf Höß mit seiner Familie Mauer an Mauer mit dem Lager Auschwitz. Familiäres Idyll im Schatten einer Albtraum-Realität. Regisseur Glazer schuf einen inhaltlich radikalen Film, der die „Banalität des Bösen“ (Hannah Arendt) auf beklemmende Weise ins Bild setzt, indem er uns die Täterperspektive vorführt ohne Bilder des Schreckens aus dem Inneren des Lagers. Herausragend die beiden Hauptfiguren: Sandra Hüller als Hedwig Höß und Christian Friedel als Rudolf Höß. Die Tonspur enthält keine Musik, nur die Alltagslaute und Schreie und Geräusche, die von jenseits der Mauer herüberdringen. Oscar-Gewinner 2024 – Bester Internationaler Film.
Aus lizenzrechtlichen Gründen wird der Titel nicht genannt. Rückfragen unter 06102 747 416 oder marco.thomsstadt-neu-isenburgde
