Die gleichnamige und aktuelle Ausstellung in Friedrichshafen wirft neue Blicke auf die Zeppelingeschichte.
Bis heute werden Zeppeline gerne als nostalgisch verklärte Technik mit überwiegend positiven Sympathiewerten dargestellt. Diese „gefühlten Wahrheiten“ betrachten das Zeppelin-Luftschiff als entpolitisierte, von ihren historischen Kontexten abgelöste und damit „unschuldige“ Technik. Tatsächlich waren die Zeppeline und die Menschen, die sie bauten und betrieben, ab 1933 auf die eine oder andere Weise in den NS-Staat, seine Ideologie und seine propagandistische Inszenierung eingebunden.
Jürgen Bleibler vom Zeppelin Museum Friedrichshafen stellt den aktuellen Forschungsstand spannend und eindrücklich da. Neben einer Vorstellung neuer Erkenntnisse der Ausstellung, untersucht der Vortrag am Beispiel Friedrichshafen auch die gewandelten Intentionen der musealen Präsentation von Zeppelingeschichte in der Vergangenheit und deren zukünftige Perspektiven.
