Wenn 2026 die Metropolregion Frankfurt RheinMain zur internationalen Bühne für Gestaltung wird, ist Neu-Isenburg mittendrin. Unter dem Dach der „World Design Capital 2026“ (WDC) beteiligt sich die Stadt mit dem eigenen Projekt „Demokratische Räume“, in dem Design, Kultur und gesellschaftliche Teilhabe in neuem Licht betrachtet werden.
Die „World Design Capital“ wird alle zwei Jahre von der World Design Organization verliehen und würdigt Städte oder Regionen, die mit Design gesellschaftliche Veränderung gestalten. 2026 trägt erstmals eine ganze Region – Frankfurt RheinMain – den Titel. Unter dem Motto „Looking forward – das Morgen gemeinsam gestalten“ lädt sie dazu ein, Design in all seinen Facetten zu erleben: von Architektur und öffentlichem Raum über Mobilität und Digitalisierung bis hin zu Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Es geht um nichts Geringeres als die Gestaltung der Zukunft – mit den Menschen und nicht über sie hinweg.
Für Neu-Isenburg bedeutet diese Auszeichnung eine besondere Chance, den eigenen Gestaltungswillen sichtbar zu machen. Mit dem Projekt „Demokratische Räume“ greift die Stadt eine zentrale Frage der WDC auf: Wie können Räume entstehen, die Teilhabe fördern und Begegnung ermöglichen?
Die Hugenottenhalle wird zum „Dritten Ort“, wird zum Kultur- und Bildungszentrum, zum Wohnzimmer der Stadt, umgestaltet. Das Konzept folgt der Idee des Soziologen Ray Oldenburg – Räume sollen gemeinschaftlich und inklusiv genutzt werden. Im Rahmen eines Aktionstages sollen Besucherinnen und Besucher selbst kreativ werden und gestalten: An mehreren Stationen lassen sich mittels Planungs-Software Häuser und Räume entwerfen oder in einer Lego- Baustelle neue Welten erfinden. Darüber hinaus Informiert der Fb Kultur- und Bildungszentrum über das Konzept des Dritten Ortes und seiner Möglichkeiten.
Der 24.2. endet mit dem Theaterstück „Franziska Linkerhand“ um 19:30 Uhr.
Franziska Linkerhand, eine junge, idealistische Architektin in der DDR der 60er Jahre, träumt davon, Häuser zu bauen, die den Menschen Freiheit und Würde vermitteln. Doch ihre Visionen scheitern an ökonomischen Zwängen und bürokratischen Hürden. Auch in der Liebe enttäuscht, hält sie dennoch an ihren Träumen fest. Basierend auf Brigitte Reimanns Roman von 1974 geht das Stück über die Utopie hinaus und lädt ein, Bauen als soziales Gestaltungsmittel zu sehen und einzufordern.
weitere Infos: Franziska Linkerhand | Hugenottenhalle (Öffnet in einem neuen Tab)
LegoBaustelle und Hausbau-Software
Neben Informationsmöglichkeiten und Theaterstück, bieten die Tage aber auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Kinder können ihrer Kreativität in der Legobaustelle freien Lauf lassen, eigene Welten und Räume bauen. Die Steckbausteine fördern bereits bei den Kleinsten Geschick, Kreativität sowie das Interesse an Architektur. (LegoBaustelle. Eine Aktion des Deutschen Architekturmuseums DAM, Frankfurt am Main)
Aber auch Große bekommen ihre Chance, an mehreren Stationen in die eigene Bauplanung zu gehen und mittels Hausbau-Software eigene Wünsche (zumindest digital) Wirklichkeit werden zu lassen. (Software mit freundlicher Unterstützung von planner5D)
Öffnungszeiten: 24.2. 15-19 Uhr, 25. bis 26.2. 10-18 Uhr
Anmeldung für Schulklassen/ Gruppen: marco.thomsstadt-neu-isenburgde, 06102 747 411




