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Fotografien von Angelika von Braun

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Junge Frauen posieren 1937 in adretten Ensembles auf dem neuen „Flug- und Lufthafen Rhein-Main“ in und vor dem Luftschiff LZ 129 „Hindenburg“ – nur wenige Monate vor dem Unglück in Lakehurst. Die Modestrecke der Fotografin Angelika von Braun verbindet modische Eleganz mit der technischen Leichtigkeit des Zeppelins.

Die Modefotografie der 30er Jahre wird getragen von einem Stil, der sich an Bauhaus und Neuer Sachlichkeit orientiert. Die Bildsprache ist klar, unwesentliche Details gibt es nicht. Journalistische Bilder, Porträts, Mode und Reisen gehören zu Brauns Repertoire, in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. Aufgewachsen in Frankfurt am Main, erlebt sie die Konformität der Kaiserzeit, den Ersten Weltkrieg und den Aufstieg des Nationalsozialismus. Aus gutsituiertem Elternhaus stammend, macht sie Abitur, entscheidet sich später für die Fotografie. Ihr eigener Lebensstil, Kleidung, Reisen und Hobbies, entsprechen ganz dem Bild der „Neuen Frau“, das später von den Nationalsozialisten abgelehnt wird. 1931 bis 1933 studiert sie in München an der Bayerischen Lehr- und Versuchsanstalt für Lichtbildwesen. Wieder in Frankfurt, beliefert sie verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, darunter „Die Dame“, ein beliebtes Mode- und Gesellschaftsblatt, führend im Bereich des modernen Bildjournalismus.


Angelika von Brauns Fotoserie bewegt sich im Spannungsfeld individueller Freiheit und ideologischem Zwang, vor der Kulisse eines technischen Mythos, der seiner Ablöse durch das Flugzeug entgegensieht.

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